Mission Mongolei - Asien-Blog
Doku auf 3sat, weiteres in der Beschreibung:
Die Mongolei ist eines der rohstoffreichsten Länder der Welt. Jetzt erlebt das zentralasiatische Land einen radikalen Strukturwandel von der traditionellen Viehwirtschaft hin zu einer Bergbau-Nation. In einem der abgelegensten Gebiete der Welt, der mongolischen Gobi-Wüste, entsteht eine der größten Kupferminen der Welt.Die kanadische Ivanhoe Mines und der mongolische Staat bauen in Oyu Tolgoi mehrere Minen und eine Anlage zur Verflüssigung von Kupfer. Auf einem Gelände so groß wie Manhattan arbeiten rund 4000 Menschen. Auch viele junge Mongolen wie Ganmunkh Bansaikhan. Der 25-Jährige stammt aus einer Nomadenfamilie und arbeitet jetzt als Mechaniker. Der Export von Kupfer, Gold und Kohle soll der Mongolei in den kommenden Jahren ein enormes Wirtschaftswachstum verschaffen. Vor allem die Nachbarstaaten China und Russland interessieren sich für die begehrten Rohstoffe.
Bislang profitieren aber nur wenige Menschen von dem Boom. Ein Drittel der Bevölkerung lebt unter der Armutsgrenze, viele am Rande der Hauptstadt von Ulan Bator. Die meisten von ihnen lebten lange als Nomaden von der Tierhaltung. Doch die Viehzucht steckt in der Krise. Vor allem in den langen, kalten Wintermonaten sterben regelmäßig Millionen von Tiere.
Auch die Nomadin Baigalmaa Darmaa hat im vergangenen Winter die Hälfte ihrer Herde verloren. Jetzt kämpfen sie und ihre Familie ums Überleben. Denn die Tiere sind die wichtigste Lebensgrundlage der Menschen auf dem Land. Viele Nomaden halten die lukrativen Kaschmir-Ziegen, deren Wolle eines der wichtigsten Exportgüter des Landes ist. Doch die Ziegen beißen das Gras mit der Wurzel ab und hinterlassen Kahlschlag. Viele Mongolen sind deshalb gezwungen, ihre traditionelle Lebensweise aufzugeben.
Quelle: Urheberrecht liegt bei 3sat.
http://hstreaming.zdf.de/zdf/veryhigh/110311_mongolei_boe.mov
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